Heute war ein Tag mit großen Erfolgserlebnissen, was nicht zuletzt daran zu erkennen war, dass ich zwischendurch wie ein Honigkuchenpferd übers ganze Gesicht strahlte. Nummer 1: meine erste Spinalanästhesie, die auf Anhieb saß
Nummer 2: Vollnarkose alleine geführt und ausgeleitet…
Außerdem der erste Lohnzettel im Fach, saugutes Gefühl
Ich komme nicht umhin, meine unglaubliche Vorfreude auf das kommende Wochenende beinahe laut rauszuschreien!! Endlich ist es soweit, nur noch wenige Stunden trennen mich vom Festivalabschluss dieses Sommers.
Die Vorbereitungen, soweit sie denn für solch ein Minifestival überhaupt notwendig sind, laufen auf Hochtouren und alle Teilnehmer werden regelmäßig aufs Neue angestachelt. Das Wetter soll ja hervorragend werden, will heißen, eben nicht allzu brütend und vor allem trocken, bis auf wenige Tröpfchen eventuell am Freitag vormittag…. Proviant, flüssig und fest, ist bereits eingekauft, das Festivalequipment gerichtet und mit den Teilnehmern abgestimmt, jetzt sollte nur noch jemand an der Uhr drehen, damit die Zeit bis zur Abfahrt schneller vergeht!
Ich freue mich!! Und ich vermute, ohne jetzt streng vorgreifen zu wollen, dass dieses Rock-am-See noch viel cooler als das Letztjährige wird! Wie habe ich gerade aus zuverlässiger Quelle erfahren… : “Isa, ich bin heißßßßßßßß….. ” Na klar!!!
Rock´n´ Roll,
Isa
EDIT: Das Thema Wetter muss ich eventuell sogar schon revidieren….Warum gibt es Dinge, die nicht beeinflussbar sind?
…sind unglaublich kurzweilig und machen wahnsinnig viel Spaß. Das frühe Aufstehen um kurz vor sechs Uhr ist zwar noch etwas ungewohnt, aber man wird sich daran gewöhnen. Inzwischen hat sich etwas Routine eingestellt und zumindest mit unserem Narkosegerät “Primus” habe ich mich mittlerweile sehr angefreundet
Die Einheiten in Miligramm und Mililiter der wichtigsten Medikamente kann ich ebenfalls so langsam verinnerlichen… Allerdings wäre ich manchmal nicht böse darum, wenn man einheitlich die Namen der Wirkstoffe benutzen würde und man nicht immer noch überlegen müsste, welcher Handelsname nun zu welchem Wirkstoff gehört (insbesondere bei den Lokalanästhetika)… Aber auch das wird sich bestimmt bald in meinem Kopf etabliert haben.
Doch, ich bin total glücklich mit meiner Wahl und meiner Arbeit. Wenn bloß nicht alles andere so sehr auf der Strecke bleiben würde. Meine Doktorarbeit ist in den letzten Zügen und doch habe ich es die letzten beiden Wochen leider nicht geschafft, den Rest fertig zu stellen Außerdem gibt es noch so viele Dinge, die ich abends gerne nachlesen würde fürs Arbeiten. Nach dem Besuch heute von meiner lieben Freundin V. muss ich mir einfach mal die Zeit nehmen und in aller Ruhe im “großen Striebel” schmökern… sofern ich nicht vorher eingeschlafen bin…
Dieses Wochenende war ich mal wieder auf unserem alljährlichen Inliner-Wochenende mit den Turnermädels. Der Tag startete bereits mit etwas Hektik und Verwirrung, sodass wir knapp um 2 Minuten unseren Zug in Basel verpassten…
Der Wettergott war uns mehr oder weniger hold an diesem Wochenende. In der Regel verwöhnt von Sonnenschein und Badetemperaturen, kamen wir bereits bei Nieselregen in Luzern an. Dafür erwartete uns ein nettes Backpacker Hostel direkt mit Blick auf den See und so warteten wir nicht lange ab, bis wir alle unserer Inliner angeschnallt hatten und los ging es. Die Tour führte uns entlang des Vierwaldstätter Sees und glücklicherweise kamen wir auch ganz gut ohne große Regenfälle durch. Erst gegen Abend fing es an Bindfäden zu regnen und zu allem Unglück saßen wir dann gegen 18 Uhr am Hafen eines kleinen Örtchens und mussten mit Erschrecken feststellen, dass die nächste Fähre im vorherigen Ort erst über eine Stunde später abfährt und ein kleines Vermögen kostet… Die Straße war inzwischen klatschnass, sodass uns nichts anderes übrig blieb als unsere Inliner auszuziehen und die 2 km zurückzulaufen. Immerhin konnten wir dann mit dem Postbus nach Küssnacht fahren und von dort aus mit dem Zug nach Luzern zurück. Ankunft: 20.20 Uhr. Ziemlich fertig und einigermaßen durchnässt genossen wir erstmal eine kleine Dusche, um uns danach im benachbarten Restaurant zu stärken. Und wie, ich bestellte Schnitzel mit Pommes und Salat und als die Dame mir mein Essen brachte, hörte man einen kleinen Freudenschrei, der zu allseitigem Gelächter führte
Es war ein wunderschöner Tag, auch wenn sich leider kein einziger Sonnenstrahl zeigte.
Am nächsten Morgen war das Wetter zwar immer noch regnerisch, aber wir staunten nicht schlecht, als sich plötzlich das Panorama der Berge in ganz neuem Licht zeigte. Nach leckerem Frühstück mit Kaffee, Tee und Croissants starteten wir dann zum finalen Altstadtrundgang, bestiegen ein paar alte Türme und wanderten zum Abschluß noch auf einen kleinen Berg hinauf, von wo aus wir einen herrlichen Blick über Luzern und den Vierwaldstätter See hatten.
Auf der Heimfahrt am Abend fielen mir dann schon die Augen im Zug zu, aber dennoch rundeten wir dieses wieder mal außergewöhnliche Wochenende mit den Turnmädels zum Abschluss noch mit einem Essen im Gleis 1 ab. War einfach mal wieder grandios.
Auf die zwei Minuten kommt es auch nicht mehr an…
(Zitat meiner Trainerin am Samstagmorgen beim Treffpunkt auf die Frage, ob sich noch jemand schnell nen Coffee-to-go holen könne…manchmal kommts eben doch auf 2 Minuten an )
Soeben haben sich die zwei Räuber für eine Übernachtung bei der Oma angemeldet und sind mit ihren Köfferchen für 24 Stunden in die nahe Ferne gereist!
Grund genug für mich, mal wieder ordentlich auf den Putz zu hauen… , denn im Haus herrscht heute original Sturmfreiheit. Keiner wird da sein, wenn ich unten aus dem Keller die schon leicht angestaubte Konsole mitsamt Schlagzeug und zwei Gitarren hochhole und alles für den berühmten Guitar-Hero Contest startklar mache. (Ich habe die Instrumente seit letztem Winter nicht mehr in den Händen gehalten und befürchte, dass ich (fast) wieder von vorne anfangen muss.)
Da passt es natürlich hervorragend, dass ich seit gestern stolze Besitzerin einer neuen Musikbeschallungsanlage bin, fast unglaublich schon, dass ich seit 5 Jahren keinerlei Musikanlage mehr in der Wohnung hatte. Ich schwöre, ich bin während dieser Zeit fast am Stock gegangen, und habe vermutlich deshalb mein MP3-fähiges Handy dermaßen auf den Thron gehoben, da es zuhause mein einziges Medium überhaupt war, irgendeine Form von Musik zu hören…Aber jetzt ist Schluss damit und heute Abend werden die Boxen getestet!! Zu diesem Contest heute abend habe ich natürlich meinen Kumpel C. eingeladen (der mir letzte Woche eine geniale CD geschenkt hat, daaaaanke, sie ist phantastisch!!!!!! Biffy!! Biffy!!), und wir werden selbstverständlich auch die Gelegenheit nutzen, (bei LAUTER Musik) eine Feinabstimmung des bevorstehenden Festivals zu machen. Außerdem wird er mir noch ne Menge mehr CD´s mitbringen, meine Güte, was will ich denn mehr!!
Iris wird sich heute mit Chrischdel das Placebo Konzert in Colmar anschauen, das wäre auch ne feine Alternative gewesen, allerdings konzentriere ich mich bis Ende des Monats auf den Bodensee. Man kann ja nicht alles haben! Und ich will heute Abend mein eigenes Konzert feiern.
Eine Woche im neuen Krankenhaus ist vorbei und es gefällt mir total gut! Es ist zwar immer noch alles neuartig und fremd, habe noch keinen PC-Zugang und ich muss ich mich noch immer ziemlich durchwurschteln, aber dennoch macht es sehr viel Spaß.
Der Tag heute ging so fix rum. Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich mal was essen gehen wolle. Da habe ich erst bemerkt, dass es schon 13 Uhr war und ich den ganzen Tag mit leerem Magen rumgestiefelt bin.
Kurzfristig stand ich dann plötzlich alleine mit meinem ersten Patienten in der Ambulanz zur Narkoseaufklärung. Hat aber alles ganz gut geklappt, denke ich Hinterher kamen noch 4 oder 5 weitere Patienten und plötzlich war es schon 17 Uhr. Unglaublich. Feierabend. Und da ich außer meinem Mittagessen, einer kahlen Laugenstange, noch nichts im Bauch habe, werde ich nun meine Küche auf den Kopf stellen, in der Hoffnung noch etwas essbares aufzufinden
So schnell ist er auch schon wieder vorbei, der erste Tag im neuen Krankenhaus. Habe gut geschlafen und witzigerweise prompt von meinem Uralt-Arbeitgeber, der Sparkasse, geträumt. Auf den Monat genau zehn Jahre ist es her, seit ich damals im Jahr 2000 meinen ersten Ausbildungstag beim roten S hatte. Noch dazu im selben Ort, wo ich heute meine erste Assistenzarztstelle angetreten habe. Wer hätte damals gedacht, dass ich heute ein paar hundert Meter Luftlinie weiter, in einem völlig anderen Gebiet tätig sein werde…
Das waren heute viele neue Eindrücke und vor allen Dingen sehr viele neue Gesichter. Da im OP alle dasselbe Outfit anhaben und Häubchen plus Mundschutz tragen, ist es unglaublich schwer sich alle Personen zu merken… Aber das wird schon werden, bin zuversichtlich! Neben Rundgängen durch die Klinik, war ich heute im Unfall-OP und habe 2 interskalenäre Plexusanästhesien gesehen, was auch noch absolutes Neuland für mich ist, ebenso wie die unfallchirurgischen OPs, da es diese in meinem PJ-Krankenhaus nicht gab.
Bis auf das Regenwetter draußen, ein durchweg toller Tag
Stethoskop, Arzneimittelpocket und der “Klinikleitfaden Anästhesie” liegen bereit, Wecker ist gestellt. Sollte hoffentlich nichts mehr schief gehen… dann hoffe ich mal, dass ich einigermaßen gut schlafen kann vor dem großen Tag morgen
Da blieb diese Woche tatsächlich mal wieder am CD-Regal in der Stadt hängen und habe mich ohne mit der Wimper zu zucken von den “Angeboten” verführen lassen. Fazit: 4 Muse-CDs und 1 alte Guns´n´Roses-CD. Ein Glück konnte ich mich noch beherrschen und habe nicht noch 3 von den Chili Peppers mitgenommen (die ich aber halt schon besitze…joa, man kann ja nie wissen, ob nicht mal eine nen Kratzer hat… ).
Der aktuelle Ohrwurm, in Erinnerung an letztes Silvester:
Sweet Child O’ Mine
She’s got a smile that it seems to me
Reminds me of childhood memories,
Where everything was as fresh as the bright blue sky.
Now and then when I see her face
She takes me away to that special place
And if I stared too long,
I’ll probably break down and cry.
Whoa, Whoa, Whoa. Sweet child o’ mine.
Whoa, oh, oh, oh, sweet love of mine.
She’s got eyes of the bluest skies,
And if they thought of rain.
I’d hate to look into those eyes
And see an ounce of pain.
Her hair reminds me of a warm safe place
Where as a child I’d hide.
And pray for the thunder and the rain
To quietly pass me by.
Sweet child o’ mine
Sweet love of mine
Where do we go
Where do we go now
Where do we go
Sweet child o’ mine
“Ein belegtes Brot mit Schinken…SCHINKEN!! Ein belegtes Brot mit Ei…EI!!!! Das sind zwei belegte Brote, eins mit Schinken, eins mit Ei und dazu eisgekühlter Bommerlunder…”
Eines der Lieblingslieder meiner zwei kleinen Jungs übrigens! Sie fordern es beim Autofahren lautstark ein und gröhlen mit, wie es sich für zwei Kleinmusiker eben gehört!
Ich freu mich wahnsinnig, dass wir nun doch noch an den Bodensee mitfahren und sogar äußerst nette Begleitung dabei haben werden, in Form meines uuuuuuralten Kumpels C. Er hat schon die Karten organisiert, und zusammen mit mir das Festival-Equipment via ”E-Mail-Ferndiagnose” abgestimmt, so dass einer ausgelassenen Feier wie immer nix im Wege steht *yeah*
Ich freu mich riesig auf unser Wiedersehen und ich weiß genau, dass wir während der 2-3 Festivaltage vor Lachen nicht mehr können. Ich sag nur “Celebrate your mother”…
Meine Favoriten auf dem Konzert sind ganz klar, WIZO, The Kooks und Die Toten Hosen, ich bin mal wieder total aufgeregt, was mich dort erwartet. Ich hoffe natürlich bis zur letzten Sekunde, dass sich Frau Dr. Iris Kranz ebenso die Ehre gibt, ich krieg sie bestimmt noch überredet!