Iris Kranz

Reboarder

24th Januar 2013

Reboarder

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Eher durch Zufall machte mich eine Bekannte aus unserem PEKiP-Kurs auf die neuen Reboarder aufmerksam. Das sind Kindersitze für Kinder ab ca. 1 Jahr (also dann, wenn sie zu groß für den Maxi Cosi sind) bis zu etwa 4 Jahren, die ebenso wie die Babyschale rückwärts gerichtet sind im Auto.

Wenn man sich die Anatomie des kindlichen Körpers anschaut, ist diese Variante des Autofahrens für die kleinen Knirpse eigentlich die logischste und es ist nur verwunderlich, warum es in Deutschland nicht wie zum Beispiel in Schweden, schon längst Pflicht ist!

Der Kopf kleiner Kinder ist im Verhältnis zum Körper viel schwerer, als dies bei uns Erwachsenen der Fall ist. Dazu kommt eine weniger ausgeprägte Nacken-/Halsmuskulatur. Dies kann bei Unfällen zu erheblichen und dauerhaften Schäden im Bereich der Wirbelsäule und somit im schlimmsten Fall mit Querschnittslähmungen oder gar mit dem Tod enden.

Argumente wie “das Kind sieht aber viel weniger” zählen für mich persönlich da überhaupt nicht. Aber das muss jeder für sich entscheiden… Ich bin der Meinung, dass man durch die Heckscheibe nach hinten eher mehr sieht, als wenn man Mamas Sitz direkt vor der Nase hat.
Würdet ihr euer Kind etwa unangeschnallt lassen, nur weil es Theater macht und keine Lust auf Gurt hat???

In der FAZ stand bereits 2007 ein Artikel über das Rückwärtsfahren, der die Vorteile aufgezeigt hat. Schade, dass sich das Reboarder-Modell bis heute nicht noch stärker etablieren konnte.

Eine weitere empfehlenswerte Seite, um einmal erste Infos zu sammeln ist www.zwergperten.de
Dort steht auch so schön geschrieben:

Wir alle bewegen uns viel im Straßenverkehr – da sollte uns die Sicherheit unserer Kinder den Wert von einigen Tankfüllungen wert sein.

Habe gerade noch einen sehr informativen Beitrag in der ARD-Mediathek gefunden, wo von einem betroffenen Mädchen berichtet wird.

Ich wünsche allen eine gute Fahrt, kommt heil an…

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